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Folgende Publikationen werden in Kürze bei PotemkinPress erscheinen:

Disney.
Eisenstein war ein großer Bewunderer Walt Disneys. Als 1934 in Moskau das I. Internationale Filmfestival stattfand, meinte er (als Jurymitglied), der Hauptpreis solle unbedingt an die "Drei Schweinchen" gehen. Doch den teilten sich dann drei Werke des eben erst etablierten sozialistischen Realismus.
Später, 1941/46, widmete Sergej Eisenstein Walt Disney einen umfangreichen Essay, in dem er unerwartete Kontexte zwischen Mickey Mouse, Psychoanalyse, Höhlenmalerei und Goethes Metaphern aufdeckte.

Kino der Kaiserzeit.
Im Oktober erscheint KINO DER KAISERZEIT. Blick Richtung Moderne, hrsg. von Thomas Elsaesser & Michael Wedel
ca. 300 S., 100 Abb. | ISBN: 3-9804989-6-4 | DM 38.00 - SUBSKRIPTIONSPREIS (bei Bestellung bis 15.10.): DM 30.00!

Die Embleme und Ikonen, Kontinuitäten und Brüche, die dem deutschen Kino seine vermeintliche Identität verschaffen, haben dessen erstes Vierteljahrhundert weitgehend außerachtgelassen. Im Angesicht der Strahlkraft so berühmter Namen wie Fritz Lang, Friedrich Wilhelm Murnau, Georg Wilhelm Pabst, Marlene Dietrich und Conrad Veidt, so legendärer Figuren wie Dr. Caligari und Dr. Mabuse, Lola und Lulu beginnt die deutsche Filmgeschichte im kollektiven Gedächtnis noch immer mit "Caligari" und der sogenannten ‘klassischen Periode des deutschen Stummfilms’ der 20er Jahre.
Wie aber hießen die Stars und Genres, die Filmhelden und –figuren, die dem deutschen Kino vor 1918 zu seiner Popularität verhalfen? Wer waren die Regisseure, die seine stilistische Entwicklung in den 10er Jahren vorantrieben? KINO DER KAISERZEIT möchte die verbesserte Quellenlage dazu nutzen, in Kenntnis der bisher geleisteten Forschungsarbeit den Blick wieder auf die Filme selbst zu lenken, um so auch die Balance zwischen den Anfängen des deutschen Kinos und späteren Epochen wiederherzustellen und eine vergleichende historische Betrachtung deutscher Filmgeschichte in toto zu ermöglichen. Im Mittelpunkt der Beiträge, die einen Überblick über den gegenwärtig erreichten Kenntnisstand filmhistorischer Forschung auf diesem Gebiet geben, stehen populäre Genres wie der erotische Film, das Melodrama, die Komödie, der Kriminal- und Detektivfilm, aber auch Propaganda- und Reisefilme; Stars und Regisseure wie Asta Nielsen, Henny Porten, Franz Hofer, Harry Piel oder Ernst Lubitsch, aber auch bislang weniger bekannte wie Mime Misu oder Peter Ostermayr.
Die Fallstudien und filmanalytischen Querschnitte des Bandes betrachten bislang weitgehend unbekannte Produktionen der Kaiserzeit mit Blick auf die Herausbildung eines vielfältigen Genrekinos, seiner Rezeption und Zielgruppen im Vergleich zu zeitgenössischen Praktiken in anderen Ländern - als Vorspiel zur Moderne. Sie befragen die Filme nach stilistischen und filmsprachlichen Entwicklungen im internationalen Vergleich und im Vergleich zu formalen Ausprägungen nachfolgender Epochen des deutschen Kinos. Sie stellen intertextuelle Bezüge zu anderen Unterhaltungsformen und Aufführungskünsten heraus, wie sie sich etwa in thematischen, erzähltechnischen oder ikonographischen Wechselwirkungen ausdrücken. Sie beschreiben die spezifische Etablierung eines ‘Star-Systems’ in Deutschland und dessen Auswirkungen auf Veränderungen in Form und Gebrauch der Filme, und sie liefern detaillierte Untersuchungen zur Entwicklung einzelner Filmemacher, ihrer filmischen Mittel und Produktionspraktiken vor dem Hintergrund biographischer Dispositionen, industrieller Normen und kultureller Einflüsse. Neben einer Reihe von Beiträgen renommierter deutscher Filmhistoriker werden hier zum ersten Mal Ergebnisse der jüngsten internationalen Beschäftigung mit dem frühen deutschen Kino einer deutschen Leserschaft zugänglich gemacht. Für diesen Band konnten darüber hinaus Autoren gewonnen werden, die zu den prominentesten Vertretern einer neuen Filmgeschichtsschreibung zählen und das Profil der internationalen Filmwissenschaft insgesamt nachhaltig verändert haben. KINO DER KAISERZEIT gestattet so - auch über seinen spezifischen Gegenstand hinaus - einen Eindruck der unterschiedlichen wissenschaftlichen Ansatzpunkte zu aktuellen filmhistorischen Fragestellungen.

Mit Beiträgen von Janet Bergstrom, Ivo Blom, Thomas Brandlmeier, Ramona Curry, Elena Dagrada, Thomas Elsaesser, Jeanpaul Goergen, Sabine Hake, Jan-Christopher Horak, Tilo Knops, Klaus Kreimeier, Wolfgang Mühl-Benninghaus, Leonardo Quaresima, Rainer Rother, Barry Salt, Heide Schlüpmann, Kristin Thompson, Michael Wedel und Juri Ziwjan.

SUBSKRIPTIONSPREIS bei Bestellung bis 15.10.2001: DM 30.00 - am besten online: KINO DER KAISERZEIT oder per eMail an: info@PotemkinPress.com oder aber per Fax und Post!

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